Leer. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird es bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) kurzfristig bis zu 20 Entlassungen geben. Das gab die Geschäftsführung am Mittwoch, 4. Dezember im Rahmen einer Betriebsversammlung bekannt. Begründet wurde die Maßnahme mit Einnahmeverlusten im Anzeigenbereich.
Das Unternehmen mit Sitz in Leer gibt die Tageszeitungen Ostfriesen Zeitung, Ostfriesische Nachrichten sowie den General Anzeiger heraus. Weitere Produkte des Hauses sind die Anzeigenblätter Von Haus zu Haus und Der Wecker.
Von den Kündigungen ist dem Vernehmen nach in erster Linie die Redaktion betroffen. So müssen nun der Chef vom Dienst, die Lokalchefs in Leer, Emden und Aurich, drei Redakteure in Norden sowie vier Redaktionstechniker ihre Posten räumen. Auch von einer Assistentin ist die Rede.
Die ZGO, erst 2002 durch eine Fusion des Rhauderfehner General-Anzeigers und der Ostfriesen Zeitung entstanden, setzt damit einen seit Jahren betriebenen Schrumpfungs- und Sanierungsprozess fort. Schon 2003 wurden über 50 Mitarbeiter entlassen und die Geschäftsstellen in Wiesmoor, Norden und Wittmund geschlossen.
Für Medienexperten überraschend kaufte die ZGO im Jahr 2008 die Norderneyer Bäderzeitung für 1 Mio. Euro, und verkaufte sie ebenso überraschend im Sommer 2011 an den Ostfriesischen Kurier (SKN Druck und Verlag GmbH & Co. KG) in Norden, ebenfalls für 1 Mio. Euro. Von Kennern der nordwestdeutschen Zeitungslandschaft wird hier ein Zusammenhang mit dem nun angekündigten redaktionellen Rückzug der ZGO aus Norden vermutet.
Für Fachleute aus der Finanz- und Medienbranche in Norddeutschland kommt der Kahlschlag in der ZGO-Redaktion völlig überraschend. Die ZGO habe ihre Gesellschafter stets mit hohen Ausschüttungen erfreut, das sei auch für 2011 der Fall gewesen, wie aus verlässlicher Quelle bekannt wurde. Nicht nachvollziehbar sei das Argument, große Anzeigenkunden wären zur Konkurrenz gewechselt. Ganz im Gegenteil - Firmen wie Lidl, Aldi oder Edeka würden die Objekte der ZGO sogar intensiv als Werbeträger nutzen, hätten sich aber unternehmerisch fragwürdige Rabatte in Höhe von 60 bis 80 % herausgehandelt.
Völlig überrascht von der geplanten Kündigungswelle war auch ZGO-Gesellschafter Edzard Gerhard. Dem Verleger aus Emden, der auch die "Neue Zeitung" herausgibt, gehören 20 % der ZGO. Es habe noch am 16. Dezember eine Gesellschafterversammlung gegeben, an der er aus Termingründen nicht teilnehmen konnte, so Gerhard. Doch auf der Tagesordnung seien die geplanten Kündigungen mit keiner Silbe erwähnt worden.
Nur die halbe Wahrheit
O-Ton NDR: Entsprechende Einnahmeausfälle (Anzeigenbereich/Werbung) in diesem Bereich führt die ZGO jedenfalls als Grund für die Kürzungspläne an.
Ja wenn's nur das wäre!
Die ZGO hat sich vom Leser in Ostfriesland schon seit Jahren, durch absolute "Hofberichterstattung für die SPD verabschiedet. Zahlreiche Abos wurden u.a. deshalb verloren, besonders im letzten Jahr durch permanente Jubelartikel für ein geplantes und durch eine BI (Leer braucht Leer, mit zuletzt 1700 von der OZG bekämpften, unterschätzten Mitgliedern und potentiellen Lesern/Abonnenten) verhindertes ECE-Center.
Die totale Vernachlässigung der Zeitungs-Qualität über die Jahre, z.B. kein Korrekturlesen, deshalb haarsträubende Fehlerquote, ständige Zensur bei nicht genehmen Leserbriefen in Bezug auf SPD-Politik einerseits und kontinuierliche Preiserhöhungen andererseits. Zuletzt standen Qualität und Preis für eine OZG-Zeitung in keinem annehmbaren Verhältnis zueinander. Die ostfriesische ZGO-Presse war wie gleichgeschaltet und hat ihre Rolle einer neutralen journalistischen Berichterstattung sträflich vernachlässigt.
Neue Mitbewerber, wie Neue Zeitung oder bestehende Mitbewerber wie Sonntags-Report haben dem früheren "Platzhirsch" ZGO, der sich offensichtlich auf seinen früheren Lorbeeren ausgeruht hat, langsam aber stetig zu Recht das Wasser abgegraben. Wer zu lange gegen den Strom (Leser) schwimmt, dem bleibt irgendwann die Luft weg.
Für falsches Management müssen mal wieder viele Mitarbeiter die Zeche durch Kündigung ihrer Arbeitsplätze zahlen, wobei man einigen bisher unterdurchschnittlich schreibenden Redakteuren gerne eine Auszeit gönnt. Nur Qualität setzt sich auf Dauer durch.
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Akzeptieren Sie sich selbst so wie Sie sind.
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Diese Liebe zum Selbst hat nichts mit Egoismus oder Narzissmus zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil, denn sowohl der Egoist als auch der...