Strahlenschutz-Messung: Unter besonderen Sicherheitvorkehrungen ging die Gefahrgutgruppe der Emder Feuerwehr bei einer Übung vor.
EMDEN. Die Gefahrgutgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Emden absolvierte am vergangenen Sonnabend, gemeinsam mit Einsatzkräften der Hauptberuflichen Wachbereitschaft, eine Strahlenschutz-Messübung. Wie der Leiter der Gefahrgutgruppe Sascha Smidt mitteilte, rückten insgesamt 23 Einsatzkräfte mit 6 Einsatzfahrzeugen zu einem vermeintlich mit radioaktiver Strahlung kontaminierten Objekt aus. Ziel war das Messen und Aufspüren von Radioaktivität. Ausgerüstet mit weißen Overalls und Filtergeräten suchten zwei Trupps mittels Dosisleistungsmessgerät und Teletektorsonde nach dem unsichtbarem Gefahrenstoff. Aber nicht nur sichtbare Messgeräte kamen zum Einsatz. Wie Smidt berichtet, ist jede Einsatzkraft, die sich im unmittelbaren Gefahrenbereich aufhält, mit einem Scheckkarten großen Messgerät, dem so genannte Filmdosimeter, ausgestattet der zum persönlichen Schutz direkt am Körper getragen wird. „Diese kleinen Geräte messen die Strahlenbelastung am Körper. So kann dokumentiert werden, ob die Einsatzkräfte möglicherweise kontaminiert wurden“. „Erst nach dem Einsatz dürfen die Filmdosimeter entfernt werden“, so Smidt weiter. Neben dem richtigen Anlegen der Schutzausrüstung, lag das Hauptaugenmerk auf der korrekten Handhabung der hochkomplexen technischen Messgeräte, die der Feuerwehr Emden zur Verfügung stehen, sowie der Dekontamination. Während der gesamten Übung wurde die Umgebungsluft auf etwaige Strahlung gemessen. Gerade im Bereich von Unfällen mit Radioaktivität wird eine lückenlose Dokumentation gefordert und gewährleistet betont der Leiter der Gefahrgutgruppe. Nachdem die eingesetzten Einsatzkräfte keine Strahlenbelastung feststellen konnten, wurde die Übung nach rund 2 Stunden beendet. Auch diese erfolgreiche Übung zeigte wieder, dass die Freiwillige Feuerwehr Emden über hochmoderne Mess- und Einsatzgerätschaften verfügt und die Einsatzkräfte hervorragend ausgebildet und im Falle eines möglichen Unfalls mit Gefahrenstoffen jeglicher Art zu jeder Zeit einsatzbereit sind.

