DU-Stadtratsfraktion unterbreitet Kompromissvorschlag – „Weitere Bäumen fallen nicht!“
In die Diskussion um den Altenlingener Forst und konkret die dortige Erweiterung des Logistikzentrums Nord kommt Bewegung. Die CDU Lingen teilt in einer Pressemitteilung mit, dass man von Seiten der christdemokratischen Stadtratsfraktion einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet habe, um den Kritikern entgegenzukommen, aber auch um die eigenen Überzeugungen nicht vollends aufzugeben. „Wir wollen damit ein deutliches Signal setzen, um einen möglichst breiten Konsens zu diesem Thema herbeizuführen“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling die Intention der CDU-Fraktion.Innerhalb der CDU-Fraktion hat man während der letzten Wochen intensiv daran gearbeitet, der Ratspolitik und Öffentlichkeit einen Kompromiss zu präsentieren, worin sich alle Seiten wiederfinden können. „Wir haben diesen Kompromiss auch in unserem CDU-Stadtverbandsvorstand vorgestellt. Hier stieß er auf breite Zustimmung“, wie Irene Vehring als CDU-Parteivorsitzende ergänzt.
„Die Wiederaufforstung der abgeholzten Fläche, wie ursprünglich von Oberbürgermeister Dieter Krone vorgesehen, ist für uns undenkbar, da hier mehr als 1,8 Millionen Euro Steuergelder in den Sand gesetzt würden. Wir sind froh, dass dies mittlerweile auch von dem Oberbürgermeister so gesehen wird“, so Vehring und Hilling weiter. Im Hinblick auf die weitere, vom Bebauungsplan erfasste Fläche wollen die Christdemokraten zwar an dem bestehenden und rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 20 festhalten, allerdings sind sie sich einig, dass absehbar kein weiterer Baum gefällt wird. Es sollen zunächst ausschließlich die bereits gerodeten Flächen vermarktet und von Norden kommend erschlossen werden. Ein „Herauspicken“ bevorzugter Grundstücke dürfe es auf keinen Fall geben. Sofern sich herausstellen sollte („wovon wir derzeit nicht ausgehen!“), dass nach vollständiger Vermarktung der gerodeten Fläche tatsächlich weiterer Bedarf für die Nutzung der Flächen vorliegt und dies durch entsprechende Verträge nachgewiesen wird, will die CDU dann nach intensiver Beratung auch in der Öffentlichkeit darüber entscheiden, ob noch weitere Flächen gerodet werden.
„Als wichtige ökologische Maßnahmen möchten wir einen Schutzwald im Bereich Schwarzer Weg/Schrebergärten errichten, den Hochzeitswald hierbei einbeziehen sowie eine qualitative Verbesserung der vorhandenen Waldflächen zwischen Umgehungsstraße und Schwarzer Weg durch Unterpflanzung erreichen“, heißt es in dem CDU-Positionspapier. „Dieser Schutzwald soll den Heukampstannenern und Altenlingenern ein tatsächlicher Ausgleich sein, denn wir verstehen das vielfach hervorgebrachte Argument, dass man vor Ort von Kompensationsflächen im Stadtgebiet verteilt nichts habe. Wir werden uns dafür stark machen, dass für diesen neuen Schutzwald bereits im Haushalt 2011 Gelder eingestellt werden.“ Aus Sicht der CDU ist dies ein vernünftiger Kompromiss, der dann gelingen kann, wenn sich alle Seiten aufeinander zu bewegen. „Jede Seite muss von ihren Maximalforderungen Abstand nehmen – wir haben diesen Schritt getan“, unterstreicht CDU-Fraktionschef Hilling mit Blick auf die Bürgerinitiative „Pro Altenlingener Forst“ und die anderen politischen Gruppierungen in Lingen.





