VfL 2 bleibt cool in der Hölle von Schwerin

(Foto: VfL Oldenburg)
Nach sechs Siegen in den ersten sechs Saisonspielen der 3. Frauenhandballliga ging es für „Die Zweite“ des VfL am Sonntag in die „Hölle an der Reiferbahn“ in Schwerin. Und die Fans der Grün-Weißen aus Schwerin bewiesen von Anfang an das die Halle zu Recht den Beinamen „Hölle“ trägt. Von Anfang an machten die Zuschauer einen Höllenlärm. Die Frage war: Wie würde die junge Truppe von Trainerin Alex Hansel mit dieser Situation umgehen?

Wer mit einem nervösen Beginn der Oldenburgerinnen gerechnet hatte sah sich getäuscht. Der VfL zeigte sich nicht im Geringsten beeindruckt durch das Spektakel, das die Zuschauer veranstalteten. Zwar konnte Schwerin mit 2:1 in Führung gehen, aber in den nächsten acht Minuten machte „Die Zweite“ aus dem Rückstand eine drei Tore Führung. Wobei Oldenburgs bester Spielerin, Torhüterin Tomke Köther, in der 10. Minute mit dem 5:2 den schönsten Treffer des Spieles erzielte. Die 22-Jährige fing einen Ball an ihrem eigenen Kreis ab, sah, dass Gegenüber Noemi Nabelek zu weit vor ihrem Kasten stand und zog erfolgreich ab. In der Folge verpufften die Schweriner Angriffsbemühungen immer wieder in der hervorragend stehenden VfL-Abwehr. Und kam der Gegner dann doch mal durch stand da ja noch Tomke Köther. Am Ende waren es 22 Paraden die zu Buche standen. Das der VfL nicht schon in der 1. Hälfte uneinholbar enteilen konnte lag an der hervorragenden ungarischen Torhüterin Noemi Nabelek im Tor der Schwerinerinnen. Gleich zwei Oldenburger Siebenmeter konnte sie entschärfen. So stand es zur Pause auch nur 12:7 für den VfL.

Als Anfang der zweiten Hälfte zeitgleich zwei Oldenburgerinnen eine Zeitstrafe absaßen bot sich die Chance für Schwerin den Abstand zu verkürzen. Aber es reichte nur zu einem 9:13. Als der VfL wieder komplett war stellte Hansel auf eine 5:1 Abwehr um und beim Gegner funktionierte gar nichts mehr. Innerhalb von elf Minuten baute „Die Zweite“ ihren Vorsprung auf 10:23 aus. Der Gegner wurde regelrecht überrannt. Und man konnte sehen wie Schwerin resignierte. Nun gab Hansel auch den Spielerinnen Spielzeit die bisher nicht so viel zum Einsatz kamen. Hier war es vor allem Neele Buschmann die mit zwei sicher verwandelten Siebenmetern und einem Feldtor auf sich aufmerksam machte. In der 51. Minute bekam dann auch die überragende Tomke Köther ihre verdiente Ruhepause und machte Alex Meyer im Tor Platz. Am Ende fuhr man einen, auch in der Höhe verdienten 32:19 Sieg ein. Womit niemand gerechnet hatte. Am allerwenigsten die Mannschaft selbst.
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